Bucherscheinung "16, männlich, rechtsradikal"
Dienstag, 01. Februar 2011
Die Psychoanalytikerin und emeritierte Professorin für Sozialpolitik an der TU Berlin, Gertrud Hardtmann, hat Einzel- und Gruppengespräche mit Berliner Rechtsradikalen geführt und über ihre Analysen, wie die jungen Männer in die Neonazi-Szene gerieten, ein Buch mit dem Titel "16, männlich, rechtsradikal" veröffentlicht. Ihnen fehle, so Hardtmann in ihrem Buch, oft eine männliche Bezugsperson. "Wenn die Väter der Jugendlichen nicht aufgrund von Scheidung, Tod oder Trennung abwesend waren, so waren sie häufig depressiv, mit sich selbst beschäftigt, mit ihren eigenen selbstgemachten oder von außen produzierten Problemen - meist einer Mischung - oder mit ihrem Hobby.
Das Buch ist im Patmos Verlag erschienen und kostet 18,-- Euro.



