Wirkung Ein-Euro-Jobs
Wednesday, 05 March 2008
Wirkung Ein-Euro-Jobs
Eine Wirkungsstudie des IAB – Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung fragt nach den Effekten der Ein-Euro-Jobs, die seit dem Inkrafttreten des zweiten Sozialgesetzbuches (SGB II) im Januar 2005 das am häufigsten eingesetzte Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik sind. Waren es im Jahr 2005 noch 600 000 Förderungen, so wurden im Jahr 2007 bereits mehr als 750 000 neue Förderungen begonnen. Ziel der „Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung“ ist es, die Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen. Sie können und werden aber auch zur Überprüfung der Arbeitsbereitschaft eingesetzt werden. Im Fokus der Arbeitsgelegenheiten stehen insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene. „Obwohl diese Gruppe nur etwa elf Prozent des Arbeitslosenbestandes ausmacht, war etwa jeder Vierte, der im Jahr 2005 einen Zusatzjob begonnen hat, jünger als 25 Jahre. Eine Fokussierung, so die Studie, „auf einige wichtige Problemgruppen am Arbeitsmarkt (ist) nicht zu erkennen.“ Im Beobachtungszeitraum lässt sich jedoch nicht feststellen, dass Zusatzjobs die Integration von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Arbeitsmarkt fördern. ( ) Etwa 18 bis 20 Monate nach Maßnahmestart wirkt sich die Teilnahme bei einigen Gruppen positiv auf ihre Eingliederungswahrscheinlichkeit aus. Dazu gehören insbesondere westdeutsche Frauen, Teilnehmer im Alter von über 24 Jahren und Personen, die lange keine reguläre Beschäftigung ausgeübt haben. ( ) Für ostdeutsche Männer ist die Maßnahmewirkung ( eher) gering.“
Quelle: IAB Kurzbericht 2/2008 Infos unter www.iab.de
News vom: 12.02.08 erstellt von: Cl. Möller



