Antwort der Bundesregierung: Begrenzte Datenlage zum Fahren ohne Fahrschein
Die Bundesregierung hat auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion eingeräumt, dass es nur begrenzte Erkenntnisse zur Strafverfolgung beim Fahren ohne Fahrschein gibt. Zwar sollte der Aufwand, die Sanktionspraxis und die Betroffenenstruktur untersucht werden, doch viele relevante Daten werden nicht erhoben. Besonders betroffen sind häufig sozial benachteiligte Menschen, die Geldstrafen nicht zahlen können und in Ersatzfreiheitsstrafen geraten. Diese führen oft zu weiteren sozialen Problemen statt Resozialisierung und verursachen jährlich Kosten von über 200 Mio. Euro. Zugleich verweist die Bundesregierung vielfach auf die Zuständigkeit der Länder und fehlende statistische Erfassung.