Veranstaltungen
33. Deutsche Jugendgerichtstag „jugend(ge)recht“
Der Deutsche Jugendgerichtstag ist die zentrale Fachveranstaltung für alle Berufsgruppen, die im Jugendstrafverfahren tätig sind, mit straffällig gewordenen jungen Menschen arbeiten oder zu Jugenddelinquenz forschen. Er bietet Raum für fachlichen Austausch zu aktuellen Herausforderungen, gesellschaftlichen Entwicklungen und den Lebensrealitäten junger Menschen. Unter dem Titel „jugend(ge)recht“ rücken sowohl rechtliche Fragen des Jugendstrafrechts als auch das Anliegen nach mehr Gerechtigkeit aus Perspektive junger Menschen in den Fokus. Diskutiert wird, wie jugendliches Verhalten verstanden, begleitet und rechtlich bewertet werden kann – unter Wahrung von Teilhabe, Augenhöhe und Verhältnismäßigkeit. Teilnehmende aus Justiz, Sozialer Arbeit, Polizei, Jugendstrafvollzug und Wissenschaft kommen in Vorträgen und Arbeitskreisen zusammen. Dabei werden wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso wie bewährte und innovative Praxisansätze vorgestellt und diskutiert.
Migrationsrecht in Theorie und Praxis
Das Webinar beleuchtet die aufenthaltsrechtliche Situation von Ausländer*innen im Strafvollzug und nach der Haftentlassung. Im Fokus steht die Frage, welche rechtlichen Perspektiven eröffnet werden können und wie eine wirksame Unterstützung in der Praxis gelingt. Vorgestellt werden aktuelle Neuerungen im Asyl- und Ausländerrecht sowie deren Bedeutung für aus der Haft zu entlassende Personen. Anhand typischer Fallkonstellationen werden Herausforderungen, Leistungsansprüche und Rechte praxisnah erläutert. Fachkräfte erhalten Raum für Fragen, Diskussionen und das Einbringen eigener Fälle. Das Angebot richtet sich an Mitarbeitende der Bewährungs- und Straffälligenhilfe, Justizvollzugsanstalten und angrenzender Arbeitsfelder und wird mit maximal 30 Teilnehmenden durchgeführt.
Fachtage Wohnungslosenhilfe DCV
Auch 2026 bietet die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (KAG W) kompakte und praxisnahe digitale Workshops zu Themen der Wohnungslosenhilfe und der sozialen Arbeit an. Die Angebote richten sich an alle Mitarbeitenden in den Angeboten der Wohnungslosenhilfe bundesweit, aber auch weitere Interessierte sind herzlich willkommen. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos. Das Programm der Fachtage Wohnungslosenhilfe 2026 erhalten sie auf der Seite unter dem Link.
Zweiter bundesweiter Fachtag der AG Strafvollzug und Bewährungshilfe: „Staat und Zivilgesellschaft in der Extremismusprävention – Neue Wege der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Justiz“
Die AG Strafvollzug und Bewährungshilfe lädt zum zweiten bundesweiten Fachtag unter dem Titel „Staat und Zivilgesellschaft in der Extremismusprävention – Neue Wege der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Justiz“ nach Berlin ein, mit zusätzlichem Livestream. Vertreter*innen aus Justiz, Zivilgesellschaft, Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Politik diskutieren den aktuellen Stand und die Zukunft der Zusammenarbeit in der Extremismusprävention. In Workshops stehen Praxisfragen aus Strafverfolgung, Justizvollzug und Resozialisierung, multiperspektivisches Fallverstehen und Vernetzung im Mittelpunkt. Die Teilnahme ist kostenfrei; die Präsenzplätze im Umweltforum Berlin sind auf 100 begrenzt, der Livestream ist unbegrenzt. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.
Fachtag „Echte Männer? Ungleichwertigkeitsideologien und Geschlechterbilder hinter Gittern“
Gewalt hat ein Geschlecht: Bei Gewaltdelikten und dadurch auch im Strafvollzug sind Männer deutlich überrepräsentiert – mehr als 90 % der Inhaftierten sind männlich. Gleichzeitig stützen sich extremistische Ideologien auf starre und von Ungleichwertigkeit geprägte Geschlechterbilder. Wie greifen Vorstellungen von Männlichkeit und Geschlecht in extremistische Erzählungen ineinander? Wo und wie entstehen neue ungeahnte Verbindungen – etwa in der sogenannten “Mannosphäre” bzw. im Antifeminismus? Und welche Handlungsmöglichkeiten bietet eine geschlechterreflektierende Arbeit mit Strafgefangenen? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der Fachtag der Projekte FEDiS (Rheinland-Pfalz) und Yallah Justiz (Saarland). Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung werden Ende Januar 2026 veröffentlicht.