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Studie zu Gewaltprävention zeigt: Strukturierte, interaktive Programme sind erfolgversprechender als reine Informationskampagnen

Eine systematische Studie zu Evaluationsforschungen untersucht, welche Gewaltpräventionsprogramme bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Bildungseinrichtungen tatsächlich Verhalten verändern. Die Ergebnisse zeigen, dass die Effekte auf aggressives oder antisoziales Verhalten meist klein sind und die langfristige Wirkung häufig (gemäß aktueller Datenlage) unklar bleibt. Am wirksamsten sind Programme, die über längere Zeit laufen, konkrete Verhaltensfertigkeiten trainieren und aktive Methoden wie Rollenspiele oder Peer-Education einsetzen. Reine Informations- oder Sensibilisierungsmaßnahmen erzielen dagegen kaum Veränderungen im Verhalten. Besonders effektiv sind Ansätze, die soziale Normen reflektieren, soziale Interaktionen und Verhalten fördern und praktische Übungen enthalten. Für die Straffälligenhilfe bedeutet dies, dass Präventionsarbeit strukturierte, interaktive und zielgerichtete Programme erfordert, um Rückfälle zu verhindern und soziale Kompetenzen zu stärken. Insgesamt liefert die Studie wertvolle Hinweise, wie Prävention strategisch geplant und in der Praxis umgesetzt werden kann.