Multiprofessionelle Perspektiven auf die Ersatzfreiheitsstrafe
Die Ersatzfreiheitsstrafe betrifft vor allem Menschen in prekären Lebenssituationen wie Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit oder Suchterkrankungen, weil sie Geldstrafen nicht begleichen können. Aus rechtlicher Sicht wird sie zunehmend als unverhältnismäßig bewertet, da aus Geldstrafen eine Freiheitsstrafe wird, während Projekte mit frühzeitiger Sozialarbeit zeigen, dass sich Inhaftierungen oft vermeiden lassen. Gleichzeitig entstehen dem Staat hohe Kosten, weshalb immer intensiver über Reformen und Alternativen wie gemeinnützige Arbeit oder Entkriminalisierung diskutiert wird. Hier gibt es ein paar Stimmen über den Deutschlandfunkt zum Thema.